- Wasserwirtschaftsamt Donauwörth
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Aktuelles

Abschnitt I: das Planfeststellungsverfahren läuft

Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren für den Planungsabschnitt I des Projekts Licca liber. Die Leitung des Verfahrens obliegt als Planfeststellungsbehörde der Unteren Wasserrechtsbehörde der Stadt Augsburg. Im Rahmen des üblichen Beteiligungsprozesses fand nun am 22.04.2026 der Erörterungstermin zum Vorhaben Licca liber I statt. Die Gesamtunterlagen können hier eingesehen werden.

Der Abschnitt I des Vorhabens wird mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes zur Umsetzung des Nationalen Hochwasserschutzprogramms (NHWSP) finanziert.

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ERSTE MAßNAHMEN BEI LANGWEID

Sogenannte „Musterstrecken“ sind Teil von Licca liber und erlauben es uns konkrete Maßnahmen vorgezogen umzusetzen. Einerseits sammeln wir durch die Maßnahmen wertvolle Erfahrungen, andererseits können Bürgerinnen und Bürger mitverfolgen, wie unsere baulichen Maßnahmen die eigendynamische Entwicklung des Lechs anstoßen. Eine erste Musterstrecke im Projekt Licca liber wurde auf Höhe des Flusskilometers 29 (nördlich der Langweider Brücke in Planungsabschnitt III) genehmigt und wurde in 2025 realisiert.

Durch die Entfernung der Uferbefestigung am Ostufer soll dem Lech etwas Raum zurückzugegeben werden. Hierfür stellte unsere Flussmeisterstelle Augsburg zunächst den schmalen 150 m langen Uferstreifen von Gehölzen frei. Da sich hier geschützte Reptilienarten befanden, wurden diese abgesammelt und in Ersatzquartiere umgesetzt. Nach der baulichen Umsetzung kann der Lech sich hier wieder eigendynamisch entwickeln. Der Weg enthielt historisch bedingt eine Altlast, die wir beim Rückbau entsorgt haben, so dass diese nicht in den Lech gelangt. Ziel der Musterstrecke ist es, die Sohle durch die Aufweitung und die damit einhergehende Geschiebefreigabe zu stabilisieren, die Struktur im Gewässerbett zu verbessern und natürlichere Ufer mit einer höheren Artenvielfalt zu entwickeln.

Blick auf die Musterstrecke bei Flusskilometer 29 nördlich der Langweider Brücke (Foto: WWA DON)
Luftbild des Lechmutterbettes mit rot markiertem Umsetzungsbereich der Musterstrecke (Quelle: Bayerische Vermessungsverwaltung, www.geodaten.bayern.de)
Die Maßnahmen sollen keine negativen Auswirkungen auf die Tierwelt haben, daher hat unsere Landespflegerin u.a. die Bäume vor der Rodung auf potentielle Baumhöhlen untersucht (Foto: WWA DON).
Blick auf die Musterstrecke nach der baulichen Umsetzung im Oktober 2025 Foto: Toni Potoczki
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An der Musterstrecke abgefangene Zauneidechse
An der Musterstrecke abgefangene Schlingnatter
Zauneidechsen finden hier ein sonniges, sandiges Ersatzhabitat: Der aufgeweitete Bereich auf Höhe des Flusskilometers 33,5 wurde aufgrund ufernaher Strommasten mit Wasserbausteinen gesichert.
Ein Zaunkönig erkundet die neue Umgebung an der Musterstrecke. Foto: Toni Potoczki
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Schwere Geräte entfernen die Uferbestigung
Der Bagger baut die Wasserbausteine aus der Uferbestigung als Buhne ein, so dass die Entwicklung der Ufers beschleunigt wird
Blick auf das geöffnete Ufer und die begonnene Buhne
Das Foto zeigt einen naturnahen Uferabschnitt des Lechs mit offenem Steilufer, sich verlagerndem Kies im Flussbett und Totholz. Dieses Strukturreichtum bietet neuen Lebens-raum für eine Vielzahl an Tieren und Pflanzen - so könnte es an der Musterstrecke mal aussehen.
× Bildergalerie

Eine weitere Musterstrecke auf Höhe von Gersthofen (bei Flusskilometer 35,5, ebenfalls Planungsabschnitt III) befindet sich aktuell noch im wasserrechtlichen Verfahren.

WAS PASSIERT AKTUELL IN DEN PLANUNGSABSCHNITTEN?

Abschnitt I

Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren für den Planungsabschnitt I des Projekts Licca liber.

  • Planfeststellungsunterlagen
Abschnitt II

Aufgrund der fortschreitenden Eintiefung des Lechs ist im Abschnitt II dringender Handlungsbedarf gegeben. In einem ersten Schritt wird der Bau einer Rampe unterhalb der Ulrichsbrücke weiterverfolgt. Diese soll im innerstädtisch liegenden, engen Lechbett die Sohle aufhöhen und stabilisieren. Die Planung hierfür wurde 2025 ausgeschrieben und angegangen.

Abschnitt III

Für den Abschnitt III startete 2024 mit dem Flussdialog die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit. Es fanden mehrere Workshops mit Gemeinden und Akteuren aus Fischerei, Naturschutz und weiteren Anliegern und Nutzern statt. Um die breite Öffentlichkeit zu beteiligen, wurde zudem eine umfangreiche Online-Umfrage durchgeführt. Ergebnisse aus diesem Beteiligungsprozess bilden die Grundlage für das Umsetzungskonzept.

  • Ergebnisse der Online-Umfrage
  • Umsetzungskonzept
Abschnitt IV

Zur Verbesserung der Strukturvielfalt und zur Schaffung von Lebensräumen für Tiere und Pflanzen sind bereits 2024 Maßnahmen durch die Flussmeisterstelle Donauwörth südlich der Lechbrücke (B16) durchgeführt worden. Der Uferverbau wurde entfernt und als sogenannte schlafende Sicherung im Vorland eingebaut. Steile Ufer wurden abgeflacht, so dass die Bereiche früher an höhere Wasserstände angebunden sind.

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Finanzierung

Das Vorhaben wird mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes zur Umsetzung des Nationalen Hochwasserschutzprogramms (NHWSP) finanziert.

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