Aktueller Stand

Um schnell Planungssicherheit zu erreichen, hat die Wasserwirtschaftsverwaltung innerhalb kürzester Zeit eine erste Gewässerrandstreifenkulisse erarbeitet. Grundlage waren die aktuellen Gewässerkarten der Bayerischen Landesvermessungsverwaltung. Der Entwurf dieser Kulisse hat aber besonders an den Oberläufen der Gewässer Diskrepanzen mit den Verhältnissen vor Ort aufgezeigt. Deshalb wurden die Kulissen "Fließgewässer" und "Seen" aus dem integrierten Bayerischen Landwirtschaftlichen Informations-System (iBALIS) herausgenommen. Mittlerweile ist die Rumpfkulisse für die Gewässer 1. und 2. Ordnung (große und mittelgroße Gewässer) überarbeitet, aktualisiert und online im Umweltatlas einsehbar. Die Kulisse der Gewässer 3. Ordnung (kleine, kommunale Gewässer) befindet sich aktuell in der Überarbeitung. Dieser Prozess wird eine längere Zeit in Anspruch nehmen.

Für das WWA Donauwörth sind seit Oktober bzw. November 2020 vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Überprüfung und Kartierung der Gewässer 3. Ordnung beauftragt. Das Vorgehen erfolgt dabei landkreisweise und unter Einbindung der Beteiligten im Rahmen von Vor-Ort-Terminen, die von den Wasserwirtschaftsämtern zusammen mit den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten durchgeführt werden. Nach Abschluss der Überprüfung eines Landkreises wird die entsprechende Gewässerrandstreifenkulisse in der Hinweiskarte veröffentlicht. Geplant ist zudem eine Vorabinformation für die Gemeinden des jeweiligen Landkreises vor der offiziellen Veröffentlichung.

 

Aktueller Stand der Kartierung im Amtsgebiet

(Bearbeitungsstand: Februar 2022)

Die Begehung und Einstufung der Gewässer im Landkreis Günzburg durch das Wasserwirtschaftsamt Donauwörth ist abgeschlossen. Die Ergebnisse sind in den nachfolgenden Karten dargestellt.

Bitte beachten Sie, dass es sich um einen vorläufigen Bearbeitungsstand handelt. Die endgültige Randstreifenkulisse wird im Sommer 2022 in den Umweltatlas des Bayerischen Landesamt für Umwelt eingestellt.

Der Einwendungszeitraum beträgt sechs Wochen (01.02.2022 bis 15.03.2022). Einwendungen können in schriftlicher Form oder per E-Mail an die Poststelle des Wasserwirtschaftsamts gesendet werden.

Für Fragen oder weitere Informationen stehen wir gerne unter

poststelle@wwa-don.bayern.de

zur Verfügung.

Alphabetische Auflistung nach Gemeinde

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Landkreis Günzburg

Wichtig: Die mit dem Volksbegehren geschaffene Pflicht zur Anlage von Gewässerrandstreifen besteht unabhängig von der Dauer der Überarbeitung und Erstellung der neuen Kulisse. Daher müssen Landwirtinnen und Landwirte an eindeutig erkennbaren Gewässern jetzt schon Gewässerrandstreifen anlegen. Bei den meisten Gewässern ist das leicht zu entscheiden: Jeder erkennt einen natürlichen Bach oder Fluss. Ein Merkmal kann außerdem sein, wenn das Gewässer einen Namen hat.

Wo gilt bereits eine GWRS-Pflicht?

Grundsätzlich ist ein Gewässerrandstreifen dort einzuhalten, wo ein Gewässer ein klares Gewässerbett, auch bei einer nur temporären Wasserführung, erkennen lässt. Ein Gewässerbett zeichnet sich durch das Vorhandensein einer Sohlstruktur mit Kies, Schotter und/oder Erdspuren aus. Gewässerrandstreifen müssen beispielsweise nicht angelegt werden an eindeutig "Grünen Gräben", künstlichen Gewässern und Be- und Entwässerungsgräben. Die Einstufung hierfür muss meist vor Ort festgelegt werden und findet durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wasserwirtschaftsverwaltungen auf diese Weise mittels Kartierung statt.

Mit der aktualisierten und veröffentlichten Kulisse im Umweltatlas für die Gewässer 1. und 2. Ordnung steht bereits eine Orientierungshilfe zur Umsetzung der Gewässerrandstreifenpflicht bereit. Anders sieht das bei den Gewässern 3. Ordnung aus, da sich die entsprechende Kulisse aktuell in der Überarbeitung befindet. Landwirtinnen und Landwirte sind dazu angehalten, an eindeutig erkennbaren Gewässern (erkennbare Sohlstruktur, dauerhaft sowie temporär wasserführend, Gewässername) schon jetzt Gewässerrandstreifen anzulegen. Insbesondere bei Gräben und künstlich aussehenden Gewässern sind die Verhältnisse unklar, solange sie nicht von der Wasserwirtschaftsverwaltung überprüft wurden und in der Hinweiskarte dargestellt sind. Bis dahin gilt für die unklaren Verhältnisse keine Pflicht zur Anlage von Gewässerrandstreifen. Sofern bis zum 1. Juli eines Jahres eine derartige Überprüfung erfolgt und das Ergebnis in der Hinweiskarte dargestellt ist, sind Gewässerrandstreifen für die unmittelbare folgende Anbauplanung zu berücksichtigen. Ansonsten entstehen den Landwirtinnen und Landwirte im jeweils laufenden Jahr keine Nachteile.