Brunnenbach

Reliefbild des Brunnenbach im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes DonauwörthBild vergrössern Reliefbild des Brunnenbach im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth

Der Brunnenbach entspringt im südlichen Riesrand, der sogenannten Riesalb, die das Bindeglied zwischen schwäbischer und fränkischer Alb bildet. Ungefähr unterhalb Finningen schließt sich naturräumlich das Donauried mit den lößbedeckten Hochterassen der Höchstädter Terassenplatten an.

Auf rund sieben Kilometer Länge verläuft er als staatliches Gewässer 2. Ordnung im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth bevor er in den Klosterbach mündet.Beim oberhalb liegenden Gewässerlauf handelt es sich um ein Gewässer 3. Ordnung, für den die jeweilige Gemeinde zuständig ist.

Bereits die historische Flurkarte von 1808-1864 der königlichen Steuervermessungskommission zeigen weitgehende Eingriffe in den natürlichen Verlauf des Brunnenbaches. Lediglich im Bereich oberhalb von Unterfinningen besaß der Brunnenbach damals noch einen weitgehend mäandrierenden Verlauf, während er im weiteren Verlauf bereits weitgehend begradigt worden war.

Im Rahmen der Flurbereinigung wurde zwischen 1948 und 1955 der Brunnenbach in den Gemeinden Ober- und Unterfinningen reguliert. Dabei erhielt der Brunnenbach ein neues Gewässerbett, dessen Sohle mit Bruchsteinpflaster gesichert wurde. Die Leistungsfähigkeit im Ortsbereich wurde damals mit neun Kubikmetern pro Sekunde angegeben.

Aufgrund zahlreicher Hochasserereignisse zwischen 1970 und 1990 (mit einem Katastrophenereignis 1988) wurden Hochwasserschutzmaßnahmen durchgeführt. Anfangs war ein Rückhaltebecken oberhalb von Finningen geplant. Diese Lösung wurde wegen der Entdeckung eines bundesweit bedeutsamen Bachmuschelvorkommens wieder aufgegeben.

Stattdessen wurde die Leistungsfähigkeit im Ort durch Neubau von Brücken und der Verrohrung, sowie Aufweitung des Abflussprofiles verbessert, um das Hochwasser schadlos abführen zu können. Aufgrund der Abflussbeschleunigung in den Ortsbereichen war es notwendig Hochwasser oberhalb von Mörslingen entsprechend zurückzuhalten, um auch hier die Hochwassersicherheit zu gewährleisten. Dafür wurde zwischen den Orten Finningen und Mörslingen ein großes mehrfeldriges Hochwasserrückhaltebecken im Nebenschluss errichtet.

Brunnenbach mit Biberdamm unterhalb von FinningenBild vergrössern Brunnenbach mit Biberdamm unterhalb von Finningen
Hydrologische Daten an der Mündung in den Klosterbach
Gewässerordnung Gewässer zweiter Ordnung
Flusssystem Klosterbach > Egau > Donau > Schwarzes Meer
Quelle im südlichen Riesrand
Mündung bei Mörsingen in den Klosterbach
Einzugsgebiet 24,76 Quadratkilometer

Mittelwasser (MQ)

aus hydrologischen Werten abgeschätzt

0,2 m³/s

Mittleres Niedrigwasser (MNQ)

aus hydrologischen Werten abgeschätzt

0,05 m³/s

100-jährliches Hochwasser (HQ100)

aus hydrologischen Werten abgeschätzt

13,5 m³/s