Welche Maßnahmen sind geplant?

Entwicklungsziele für den Lech

Im Rahmen des Flussdialoges wurden für den Lech Entwicklungsziele definiert. Diese dienen nun als Grundlage für die weiterführende Planung.

Hier finden Sie die abgestimmten Entwicklungsziele für den Lech:

Umsetzungskonzept 2015

Die abgestimmten Entwicklungsziele wurden im Anschluss an den Flussdialog in ein Umsetzungskonzept niedergeschrieben und in Plänen verortet.

Ein Umsetzungskonzept ist ein Planwerk aus der Wasserwirtschaft und wird für alle WRRL-pflichtigen Gewässer in Bayern aufgestellt. Es konkretisiert das Maßnahmenprogramm zur praktischen Umsetzung der EG-Wasserrahmenrichtlinie.

Nun sind die abgestimmten Entwicklungsziele in einem verbindlichen Planwerk festgehalten. Die Ergebnisse aus dem Flussdialog wurden darin konzentriert und zusammengefasst. Das Umsetzungskonzept stellt nun den Bezug zur EG-Wasserrahmenrichtlinie und stellt die Basis für die weiterführenden Untersuchungen zum Grundwasser und der Flussmorphologie dar.

Weiterführende Untersuchungen 2016 bis 2018

Seit Juni 2016 ist eine von uns beauftragte Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den Ingenieurbüros SKI GmbH & Co. KG und Prof. Kobus und Partner GmbH sowie der Universität Innsbruck dabei, die technische Machbarkeit der Entwicklungsziele für den Lech zu überprüfen. Die Entwicklungsziele sind das Ergebnis des vorausgegangenen Flussdialogs bei dem Bürger und Interessengemeinschaften der Städte Augsburg, Kissing, Königsbrunn und Mering beteiligt waren.

Neben den Auswirkungen auf das Grundwasser wird untersucht in welchem Umfang die Entwicklungsziele zur Stabilisierung der Flusssohle beitragen. Beispiele für die Entwicklungsziele sind die Aufweitungen des Flussbetts oder der Um- und Rückbau von einzelnen vorhandenen Stützbauwerken im Bereich des Augsburger Stadtwalds. Der Lech soll wieder mehr Raum bekommen. Das Kiesmaterial aus seinen Ufern soll helfen das Geschiebedefizit des Lechs zu reduzieren.

Aktuell werden sämtliche vorhandenen Daten zum Lech und dessen Umgebung gesammelt und ausgewertet. Für die numerischen Computermodelle sind möglichst genaue Kenntnisse über die Kornzusammensetzung der Flusssohle und der Lechufer erforderlich. Auf Basis der Modelle werden Prognosen zur Stabilität der Sohle erstellt.

Zwischen der Wertachmündung und dem Mandichosee, auf einer Fließstrecke des Lechs von rund 15 Kilometern, haben wir im Oktober 2016 insgesamt 15 Proben aus dem Vorland sowie dem Flussbett genommen. Die Schürfe haben wir mithilfe eines Baggers genommen. Diese werden anschließend in einem Labor analysiert und die Verteilung der Korngrößen bestimmt.

Bilder von der Probennahme

In den nächsten Monaten werden numerische Computermodelle erstellt, mit denen Prognosen und Abschätzungen über die Realisierbarkeit der gemeinsam erarbeiteten Entwicklungsziele durchgeführt werden können. Denn der Hochwasserschutz muss bei einer Renaturierung weiterhin gewährleistet bleiben. Außerdem darf eine Verschlechterung der Grundwasserverhältnisse zum Beispiel in bebauten Bereichen (nasse Keller) durch die sohlstabilisierenden Maßnahmen nicht ausgelöst werden. Die Untersuchungen werden voraussichtlich bis in das Jahr 2018 andauern.