Schmutter

Reliefbild der Schmutter im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes DonauwörthBild vergrössern Reliefbild der Schmutter im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth

Die Schmutter verläuft in zwei Naturräumen. Nach durchschneiden der Riedellandschaft der Iller-Lech-Schotterplatten tritt sie bei Hammel/Neusäß im Landkreis Augsburg in die Lech-Wertach-Ebene ein.

Der Name Schmutter ist germanischer Herkunft und bedeutet die morastige, die durch Moor Fließende Ache.

Die Länge der Schmutter im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth beträgt rund 71 Kilometer.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wird die Schmutter ausgebaut. Besonders starke Auswirkungen auf den Lauf der Schmutter hatte die Schmutterregulierung in den Landkreisen Donau-Ries und Augsburg von etwa 1955 bis 1970 von der Mündung in die Donau bis zur Autobahn A8. Ab dem Egelseebachwehr vor Mertingen werden bis zu 45 m3/s des Schmutterhochwassers über den Egelseebach zur Donau abgeleitet.

Südlich der Autobahn A8 haben am Lauf der Schmutter überwiegendnur kleine Veränderungen stattgefunden. Die Nutzung und damit einhergehende Veränderungen durch Mühlen dürften schon seit dem Mittelalter das Schmuttertal wesentlich mitgeprägt haben.

Die Schmutter in der Lechebene wurde früher auch stark durch die Überschwemmungen vom Lech her mitgeprägt. Dies belegt eindeutig der Vergleich der Laufführung von 1817 und 1955. Die großen Veränderungen können nur durch die Einbringung einer großen Geschiebemenge durch Lechhochwasser erklärt werden, bei denen eventuell der ganze Schmutterlauf zugefüllt worden ist. Mit dem Lechhochwasser von 1910 ist ein solch großes Ereignis, das bis ins Schmuttergebiet hineinreicht, auch belegt.

An der Schmutter muss mit Winter- und Sommerhochwasserereignissen gerechnet werden. Südlich der A8 (bei Flusskilometer 39,6) wird die Schmutteraue mehrmals im Jahr breitflächig überflutet. Nördlich der A8 wurde die Schmutter bis Druisheim auf ein 30-jährliches Hochwasser ausgebaut. Von Druisheim bis zur Abzweigung in den Egelseebach auf einen Hochwasserabfluss von 55 m3/s ausgebaut, was einem 20-jährlichen Hochwasserereignis entspricht. Im weiteren Verlauf wurde die Schmutter kaum verändert, während der Egelseebach auf 45 m3/s ausgebaut wurde.

Gewässerstrukturverbesserungen in der ausgebauten Schmutter bei BatzenhofenBild vergrössern Gewässerstrukturverbesserungen in der ausgebauten Schmutter bei Batzenhofen
Hydrologische Daten an der Mündung in die Donau
Gewässerordnung Gewässer erster Ordnung
Flusssystem Donau > Schwarzes Meer
Quelle westlich Ettringen-Siebnach
Mündung bei Donauwörth in die Donau
Höhendifferenz Quelle – Mündung ca. 235 Meter
Gesamtlänge ca. 76 Kilometer
Einzugsgebiet 498 Quadratkilometer

Mittelwasser (MQ)

am Pegel Druisheim

3,7 m³/s

Mittleres Niedrigwasser (MNQ)

am Pegel Druisheim

1,7 m³/s

100-jährliches Hochwasser (HQ100)

am Pegel Druisheim

90 m³/s