Roth

Reliefbild der Roth im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes DonauwörthBild vergrössern Reliefbild der Roth im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth

Die Roth liegt in der naturräumlichen Einheit der Donau-Iller-Lech-Platten. Aufgrund der geologischen Ausgangssituation, dass das Tal der Roth während der letzten Eiszeit noch dem Schmelzwasserabfluss des Illergletschers gedient hat, lässt sich erklären, dass die eigentliche Rothaue nicht die gesamte Breite des Tales einnimmt. Das Tal ist überwiegend sehr flach und breit. Der Einflussbereich der Roth nur relativ schmal. Direkt an die Rothaue grenzen teilweise die Hänge der Nieder- und Hochterassenkanten, die in Teilbereichen trockene um magere Vegetation tragen. Das Tal selbst ist überwiegend von alluvialen Talablagerungen bedeckt.

Der Name Roth stammt von der rötlichen Färbung des Flusses, die durch den relativ hohen Eisengehalt des Wassers zustande kommt. Im Quellgebiet ist, wie der Name Eisenburg schon verrät, der Boden sehr eisenhaltig.

Bis Weißenhorn ist sie in die kleine Roth und die Roth geteilt. Diese fließen erst bei Weißenhorns zusammen. Auf den anschließenden rund 19 Kilometer Länge verläuft die Roth als staatliches Gewässer 2. Ordnung im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth bis zur Mündung in die Donau. Beim oberhalb liegenden Gewässerlauf handelt es sich um ein Gewässer 3. Ordnung, für den die jeweilige Gemeinde zuständig ist.

Das Gewässersystem der Roth ist im überwiegenden Teil einem naturfernen Ausbau mit langen Geraden unterzogen worden. Lediglich in den Donauauen gibt es Bereiche, die ihre natürliche Laufführung erhalten haben.

An der Roth liegen insgesamt 13 Triebwerke, von denen acht heute noch genutzt werden. In den Staubereichen der Triebwerke kommt es zu starken Anlandungen des an den Ufern erodierten Materials.

Durch die Begradigung hat sich die ursprüngliche Fließgeschwindigkeit in Teilstrecken erhöht und es kann zu Eintiefungen kommen. An der Roth wird das Gefälle über Sohlabstürze und Sohlrampen überwunden. Von kleinräumigen Störungen abgesehen, kann die Gewässersohle als relativ stabil angesehen werden.

naturnaher unbegradigter Abschnitt der Roth mit einem strukturreichen und dynamischen Gewässerbett sowie naturnaher Ufervegetation bei NersingenBild vergrössern naturnaher unbegradigter Abschnitt der Roth mit einem strukturreichen und dynamischen Gewässerbett sowie naturnaher Ufervegetation bei Nersingen
Hydrologische Daten an der Mündung in die Donau
Gewässerordnung Gewässer zweiter Ordnung
Flusssystem Donau > Schwarzes Meer
Quelle nördlich von Eisenburg bei Memmingen
Mündung nördlich von Oberfahlheim in die Donau
Höhendifferenz Quelle – Mündung ca. 207 Meter
Gesamtlänge ca. 52 Kilometer
Einzugsgebiet 200 Quadratkilometer

Mittelwasser (MQ)

am Pegel Roth

1,6 m³/s

Mittleres Niedrigwasser (MNQ)

am Pegel Roth

0,6 m³/s

100-jährliches Hochwasser (HQ100)

am Pegel Roth

38 m³/s