Mauch

Reliefbild der Mauch im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamt DonauwörthBild vergrössern Reliefbild der Mauch im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamt Donauwörth

Auf rund sieben Kilometer Länge verläuft die Mauch im Landkreis Donau-Ries nordwestlich der Stadt Nördlingen als staatliches Gewässer 2. Ordnung im Amtsbereich des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth. Beim oberhalb liegenden Gewässerlauf handelt es sich um ein Gewässer 3. Ordnung, für den die jeweilige Gemeinde zuständig ist. Die Mauch liegt hier im inneren Ring des Rieskessels und fließt in südöstlicher Richtung der Eger zu.

Die Mauch liegt im Naturraum Nördlinger Ries in der Untereinheit des Westrieses. Das Gelände ist nahezu eben und fällt nur leicht nach Osten hin. Die tieferen alluvialen Niederungen, der zur Wörnitz hin strebenden Bäche, wie die Mauch, bilden eine sanftwellige Unterbrechung der Ebene des Westrieses. Das Westries wird geologisch von Löß und Lößlehm dominiert. Allerdings ist die Aue der Mauch mit alluvialen jungen Talfüllungen des Holozäns überlagert. Die mächtige Lehmschicht führt durch Lettenbildung in der Aue überwiegend zu undurchlässigen Gley- und Pseudogleyböden. Durch Regulierung der Mauch und Entwässerung sind die Verhältnisse hier aber heute an die der anschließenden fruchtbaren Braunerden angenähert.

Das Längsgefälle der Mauch ist durch die Lage im Ries gering. Die Tiefenvarianz ist in den geradlinigen bis gewundenen Abschnitten gering bis mäßig, in den mäandrierenden Abschnitten mäßig bis stellenweise ausgeprägt. Zur Sohlstützung sind einige Sohlrampen vorhanden, die alle durchgängig sind.

Das Strömungsbild der Mauch wird häufig durch ein überbreites Querprofil beeinflusst. Daher weist die Mauch überwiegend eine geringe Fließgeschwindigkeit auf. Trotz Mäanderbögen ist das Strömungsbild dann streckenweise recht eintönig. Querbauwerke (auch Biberdämme) verursachen aufgrund des niedrigen Gefälles einen relativ langen Rückstau. Insgesamt ist die Fließgeschwindigkeit im unteren Bereich höher. Eine naturnahe Strömungsvielfalt findet sich nur stellenweise in ausgeprägten Mäanderbögen, die nicht rückgestaut sind.

Trotz der überwiegend natürlich anmutenden Laufführung hat es an der Mauch bereits frühzeitig Veränderungen gegeben. So zeigt der topographische Atlas des Königreichs Bayern von 1822 eine Mühle etwa einen Kilometer vor der Mündung in die Eger (Ölmühle). Außerdem ist eindeutig ersichtlich, dass an der Mauch damals mehr kleine Schlingen existiert haben. Aus dem Vergleich mit alten Flurkarten (1888-1922) und der topografischen Karte von 1950 lassen sich einige kurze Begradigungen ablesen. Teilweise hat sich hier bis heute aber bereits wieder eine leichte Schlängelung durch Eigenentwicklung bzw. ökologischen Ausbau eingestellt. Zu vermuten ist, dass neben den Begradigungen auch Gewässeraufweitungen zur Abflussverbesserung durchgeführt wurden. Dadurch fließt mehr Wasser im Gewässerbett ab und der Bach tritt später über die Ufer. Bei Niedrigwasser entstehen so, die an der Mauch häufig zu beobachtenden niedrigen Fließgeschwindigkeiten.

Bei Pfäfflingen wurde das Gewässer 1991 ökologisch ausgebaut. Dabei wurden zwei geschwungene Gewässerverzweigungen und ein ursprünglich als Eislaufplatz vorgesehener Tümpel erstellt. Der Bereich des ökologischen Ausbaus ist heute dicht mit Röhricht, Hochstauden und Weiden bewachsen.

Mauch unterhalb MaihingenBild vergrössern Mauch unterhalb Maihingen
Hydrologische Daten an der Mündung in die Eger
Gewässerordnung Gewässer zweiter Ordnung
Flusssystem Eger > Wörnitz > Donau > Schwarzes Meer
Quelle ca. 3 km nordwestlich von Fremdingen bei Oppersberg
Mündung ca. 1,5 km östlich von Nördlingen-Löpsingen von links und Nordwesten in die Eger
Höhendifferenz Quelle – Mündung ca. 52 Meter
Gesamtlänge ca. 21 Kilometer
Einzugsgebiet 63 km2

Mittelwasser (MQ)

aus hydrologischen Werten abgeschätzt

0,4 m3/s

Mittleres Niedrigwasser (MNQ)

aus hydrologischen Werten abgeschätzt

0,09 m3/s

100-jährliches Hochwasser (HQ100)

aus hydrologischen Werten abgeschätzt

30 m3/s